Betriebshaftpflichtversicherung

Wenn Sie sich unternehmerisch betätigen, tragen Sie nicht nur für das Vermögen und die positive Entwicklung Ihres Unternehmens Verantwortung. Mitunter müssen Sie Ihr Unternehmen auch davor schützen, dass Dritte Ansprüche gegen das betriebliche Vermögen geltend machen. Und das können berechtigte Ansprüche sein, wenn dieser Dritte durch Sie, Ihre Mitarbeiter oder Ihre Produkte zu Schaden gekommen ist. Aber es gibt auch immer wieder unberechtigte Ansprüche, deren Abwehr für das Unternehmen wichtig, aber nicht leicht finanzierbar sind.

In dieser Situation haben Sie mit der Gewerblichen Haft­pflichtversicherung einen starken Rückhalt. Werden Ansprüche auf Schadenersatz gegen Sie gerichtet, prüfen wir für Sie, ob die Ansprüche berechtigt sind. Ist das der Fall, befriedigen wir die Ansprüche und bewahren Sie davor, Ihr betriebliches Vermögen zu riskieren. Ist das nicht der Fall, wehren wir diese Ansprüche für Sie ab, notfalls auch vor Gericht.

Wie Sie mit der Gewerblichen Haft­pflichtversicherung Ihren Betrieb optimal vor berechtigten und unberechtigten Schadenersatzansprüchen schützen, erfahren Sie unter Details. Einige Leistungsbeispiele helfen bei der Einschätzung, in welchem Maße auch Ihr Unternehmen von Haft­pflichtrisiken betroffen ist.

Die richtige Bedarfsermittlung ist wichtig

Denn auch die beste Versicherung erfüllt ihren Zweck nur dann optimal, wenn der Bedarf vorher festgestellt und richtig umgesetzt wurde.

Viele unserer Kunden stellen uns Fragen zu den Möglichkeiten, sich vor Haft­pflichtansprüchen zu schützen. Einige davon haben wir im Bereich „Fragen & Antworten“ für Sie beantwortet. 

Details

Kein Betrieb ist wie der andere

Nur in einem sind alle Unternehmen gleich: Für bestimmte Schäden müssen Sie haften, ihn also wieder gutmachen. Und das grundsätzlich unbegrenzt, notfalls also auch unter Inkaufnahme einer Insolvenz.

Zum Beispiel haften Sie für

  • schuldhaft herbeigeführte Schäden, ganz gleich, ob durch Sie persönlich oder durch Ihre Mitarbeiter,
  • Verletzungen der Verkehrssicherungspflicht,
  • Schädigung der Umwelt durch Ihren Betrieb,
  • bei Arbeitsunfällen, wenn Sozialversicherungsträger Regress für die Folgekosten nehmen können.

Die Gewerbliche Haft­pflichtversicherung übernimmt die Prüfung der Haftungsfrage, die Abwehr unberechtigter Ansprüche und die Befriedigung berechtigter Ansprüche. Dabei kann es sich um Per­sonen-, aber auch um Sachschäden handeln.

Wenn es um das Vermögen anderer geht

Manchmal liegt weder das eine, noch das andere vor. Bestimmte Berufsgruppen wie zum Beispiel Anwälte, Notare, Steuerberater, Gutachter oder Hausverwalter, aber auch Vereine und Verbände können durch falsche Beratungen und Berechnungen so genannte Vermögensschäden auslösen. Das bedeutet, dass der Geschädigte Geld verliert. Hierfür bieten wir Vermögensschaden-Haft­pflichtversicherungen an.

Eine gute Haft­pflichtversicherung ist wie ein Maßanzug

In jedem Gewerbe, in jeder Branche gibt es ganz typische Haftungsrisiken, denen Ihr Unternehmen ausgesetzt sein kann. Deshalb empfehlen wir regelmäßig, den Versicherungsschutz nach Maß statt von der Stange zu wählen.

Das beginnt schon bei der richtigen Beschreibung Ihres Betriebes und aller Ihrer betrieblichen Tätigkeiten. Besonders wichtig ist, typische Haftungsquellen ausdrücklich zu benennen und einzuschließen. So gehen beispielsweise Handwerksbetriebe ganz andere Risiken ein als reine Bürobetriebe.

Hier können Sie direkt von unseren Erfahrung profitieren: Für viele Branchen halten wir Deckungskonzepte bereit, die genau die in dieser Branche typischen Haftungsquellen benennen und einschließen. Am Besten, Sie informieren sich bei Ihrem Berater vor Ort.

Leistungsbeispiele

Damit Sie wieder gutmachen können, was passiert ist

Wer einen Schaden anrichtet, muss den Geschädigten zumindest wirtschaftlich so stellen, als wäre der Schaden nie geschehen. Das ist sinngemäß das Prinzip, nach dem das deutsche Haftungsrecht aufgebaut ist. Dabei spielt die Leistungsfähigkeit, also das Vermögen des Schädigers, keine Rolle: Ein angerichteter Schaden muss wieder ausgeglichen werden. Einige Beispiele:

  • In einem Geschäft stürzt ein Besucher über einen unachtsam stehen gelassenen Putzeimer und verletzt sich. Seine Krankenkasse stellt Regressansprüche für die Behandlungskosten, der Arbeitgeber des Unfallopfers Ansprüche auf Ersatz der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Auch ein Schmerzensgeld wird fällig. Die Gewerbliche Haft­pflichtversicherung übernimmt diese Kosten, weil der Geschäftsinhaber seine Verkehrssicherungspflicht verletzt hatte.
  • Ein vom Baugerüst gefallener Dachziegel trifft einen Passanten und verletzt diesen. Der verantwortliche Dachdeckerbetrieb wird durch seine Gewerbliche Haft­pflichtversicherung von den finanziellen Folgen freigestellt.
  • Ein Friseur deckt die Kleidung seines Kunden nicht ausreichend ab. Während des Färbens der Haare wird die Kleidung des Kunden verschmutzt. Doch er kann sich auf seine Gewerbliche Haft­pflichtversicherung verlassen, denn sie enthält im Rahmen des Handwerkerkonzepts auch Schäden, die am Eigentum des Kunden in Zusammenhang der beruflichen Tätigkeit entstehen (Tätigkeitsschäden).

Die Gewerbliche Haft­pflichtversicherung sollte der wichtigste Baustein in Ihrem betrieblichen Risikomanagement sein, denn Sie haften grundsätzlich unbegrenzt. Deshalb könnten das Vermögen Ihres Betriebes und dadurch auch sein Fortbestand leicht gefährdet sein.

Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, wie Sie Ihren Betrieb optimal vor den finanziellen Folgen von Schadenersatzansprüchen schützen können, sprechen Sie uns einfach an. Wir beraten Sie gerne. 

Schadenbeispiele Betriebshaftpflichtversicherung

1) Vermögensschaden
a) Eine Handwerksfirma führt Arbeiten in einem Hotel fehlerhaft aus. Dadurch entsteht dem Hotel ein Vermögensschaden, da das Zimmer durch den Fehler der Handwerksfi rma nicht vermietet werden kann.
Schadenhöhe: ca. 85.000 Euro
b) Die Mitarbeiterin einer Reinigungsfirma wischt den Vorraum einer Bank und vergisst, das entsprechende Hinweisschild aufzustellen. Ein Kunde rutscht aus und zieht sich einen komplizierten Knochenbruch zu, der eine langwierige Behandlung in Zusammenhang mit einem monatelangen Arbeitsausfall nach sich zieht. Es kommt zum Verdienstausfall. Der Schaden wird als Vermögensfolgeschaden betrachtet, da er infolge eines Per­sonenschadens auftritt. Die Betriebshaftpflicht wird in Anspruch genommen.
c) Aufgrund einer falschen Beschilderung durch die Mitarbeiter eines Straßenbauunternehmens kommt es zu einem Unfall. Per­sonen werden verletzt, die Fahrzeuge erleiden zum Teil einen wirtschaftlichen Totalschaden. Hier kommt die Betriebshaftpflicht bei Schadenersatzforderungen der Beteiligten auf.

2) Vermögensschäden aus Arbeit und Leistungen
Ein Installateur hat den Auftrag Wartungsarbeiten an einer Gastherme der Großkantine durchzuführen. Dazu muss der Mitarbeiter den Hauptgashahn abstellen. Nach Abschluss seiner Arbeiten vergisst er den Hauptgashahn wieder anzudrehen und nimmt auch noch versehentlich die Schlüssel zum Heizungskeller mit. Die Großkantine kann deshalb zur Mittagszeit kein Essen ausgeben. Der Kantinenbetreiber macht den Gewinnausfall geltend.
Schadenhöhe: ca. 30.000 Euro

3) Vermögensschäden aus Gebäude- Energieberatertätigkeit
Der Versicherungsnehmer hat den Auftrag den Energiepass für einen größeren Neubau zu erstellen. Hierbei verschreibt sich der Mitarbeiter und gibt eine höhere Klasse an. Nach dem Verkauf stellt sich der Fehler heraus und der Käufer verlangt die Rückabwicklung des Kaufes. Er macht Notarkosten, Kosten für den Grundbucheintrag und Kreditkosten geltend.
Schadenhöhe: ca. 15.000 Euro

4) Vermögensschäden aus nebenberufl icher Sachverständigentätigkeit

Ein von der Handwerkskammer als Sachverständiger bestellter Dachdeckermeister soll eine Flachdachsanierung auf ordnungsgemäße Ausführung hin untersuchen. Er kommt zu dem Ergebnis, dass die Arbeiten in Ordnung sind. In seinem Bericht hält er jedoch versehentlich fest, dass die Arbeiten hinsichtlich der verwendeten Materialien und der Ausführung nicht dem heutigen Stand der Technik entsprechen. Während der vermeintlich notwendigen Sanierung wird der Fehler entdeckt. Der Sachverständige wird für die überfl üssigen Aufwendungen in Anspruch genommen.
Schadenhöhe: ca. 80.000 Euro

5) Datenlöschungs-/-neuordnungs kosten
Der Versicherungsnehmer hat den Auftrag das Netzwerk einer großen Steuerberatungskanzlei neu zu installieren. Hierbei unterläuft dem Mitarbeiter ein Fehler bei der Wiedereinstellung der Datensicherung. Über einen Zeitraum von einem Monat werden dadurch die gesamten Kundendaten eines Servers nicht gesichert und gehen verloren. Die Daten der Kunden müssen sehr aufwendig per Hand nachgetragen werden. Die Kosten hierfür werden geltend gemacht.
Schadenhöhe: ca. 11.000 Euro

6) Vermögensschäden aus öffentl.-rechtl. Ansprüche wegen Fehlalarmkosten
Der Versicherungsnehmer hat den Auftrag neue Treppengeländer zu installieren. Bei den erforderlichen Schweißarbeiten wird durch die Rauchentwicklung ein Feueralarm ausgelöst. Da es sich um einen größeren Gebäudekomplex handelt, rückt die Feuerwehr mit dem großen Löschzug an. Für den vergeblichen Einsatz macht die Stadt die Anfahrtskosten geltend.
Schadenhöhe: ca. 3.500 Euro

7) Be- und Entladeschäden mit Schäden am Ladegut Dritter
Einem Bauhandwerker werden Materialien geliefert. Beim Ausladen fassen die Monteure mit an und beschädigen beim Herausheben die Tür vom Lieferwagens des Spediteurs.
Schadenhöhe: ca. 1.500 Euro

8) Leitungsschaden
Ein Tiefbauunternehmen beschädigt bei Tiefbauarbeiten mit einem Minibagger ein Glas faserkabel. Die Telefonleitungen in der Gegend sind für mehrere Tage unterbrochen.
Schadenhöhe: ca. 18.000 Euro

9) Unterfangungen, Unterfahrungen und Erschütterungen infolge von Rammarbeiten
Zur Herstellung eines Abwasserkanals muss eine Begrenzungsmauer unterfahren werden. Durch ungenügende Sicherung stürzt die Mauer ein. Durch die unmittelbar in der Nachbarschaft ausgeführten Rammarbeiten entstehen an einem Gebäude durch die aufgetretene Erschütterung Risse.
Schadenhöhe: ca. 150.000 Euro

10) Sonstige Tätigkeitsschäden auch: Bearbeitungsschäden)
Das Flachdach des örtlichen Supermarktes ist undicht. Der Dachdecker hat den Auftrag die Dachhaut auszubessern. Beim Verschweißen der Bitumenbahnen setzt er den Brenner zu lange auf, so dass die Dachhaut Feuer fängt. Hierdurch wird die vorhandene Dachhaut vollständig zerstört und muss komplett erneuert werden. Der Supermarkt macht die Kosten für die die neue Bitumenabdichtung auf 1.500 qm geltend.
Schadenhöhe: ca. 40.000 Euro

11) Abbruch- und Einreißarbeiten
Bei Abbrucharbeiten einer Trennwand werden die Fliesen durch ein herabstürzendes Abbruchteil beschädigt.
Schadenhöhe: ca. 1.000 Euro

12) Abwasser-, Überschwemmungs-, Schwamm- und Schimmelschäden
Ein Installateur vergisst nach der Reparatur einer Abfl ussleitung im Keller den Anschluss an das Hauptabfl ussrohr herzustellen. Das austretende Abwasser richtet großen Schaden an.
Schadenhöhe: ca. 35.000 Euro

13) Aktive Werklohnklage
Der Auftraggeber ist der Meinung, dass ihm bei den Arbeiten unseres Versicherungsnehmers ein Schaden an seinem Eigentum in Höhe von 20.000 EUR entstanden ist. Da er die Rechnung für die Werkleistung des Versicherungsnehmers in Höhe von 1.500 EUR noch nicht bezahlt hat, erklärt er die Aufrechnung. „Bis das mit dem Schaden nicht geklärt ist, behalte ich den Werklohn in dieser Höhe ein“, so der Auftraggeber. Es bleibt nur die gerichtliche Durchsetzung der Werklohnforderung.
Gesamtschadenhöhe: ca. 25.000 Euro

14) Bauseits übergebenes Material
Dem Handwerker wird durch seinen Auftraggeber das Baumaterial gestellt. Beim Einbau werden teile des
Baumaterials durch den Handwerker beschädigt.
Schadenhöhe: ca. 8.000 Euro

15) Asbest- und Mineralwolleschäden
Der Installateur hat den Auftrag im Rahmen einer Altbausanierung die Leitungen im gesamten Gebäude zu erneuern. Dazu müssen zunächst die alten Rohre entfernt werden. Der Mitarbeiter erkennt die asbesthaltige Ummantelung nicht und geht sogleich mit seiner „Flex“ zu Werke. Dabei werden umfangreich Asbestfasern freigesetzt. Die kontaminierten Räume müssen einer aufwendigen Asbestsanierung unterzogen werden.
Schadenhöhe: ca. 80.000 Euro

16) Erhöhte Energie- und Wasserkosten
Eine elektrische Installation wurde unsachgemäß durchgeführt. Dadurch erfolgte keine Umschaltung von Tag- auf Nachtstrom. Die Höhe der Mehrkosten wurden dem Installateur in Rechnung gestellt.
Schadenhöhe: ca. 800 Euro

17) Sachschäden durch eine fehlerhafte Einweisung fremder Autokräne (subsidiäre Deckung)
Auf der Baustelle wird vom Baustoffl ieferanten Material angeliefert. Der Versicherungsnehmer nutzt die Gelegenheit mit Hilfe des Kranführers seine eigenen Baustoffe umzusetzen. Dem Kranführer ist die Sicht auf die Endladestelle versperrt. Durch eine missverständliche Handbewegung unseres VN senkt er die Ladung auf einen Wintergarten ab, der dabei schwer beschädigt wird. Die herabfallenden Teile richten erheblichen Schaden an der hochwertigen Einrichtung an. Der Hauseigentümer verlangt vom Kranführer Ersatz der Reparaturkosten für den Wintergarten. Der Baustoffl ieferant weigert sich und verweist auf unseren Versicherungsnehmer.
Schadenhöhe: ca. 35.000 Euro

18) Schäden durch Photovoltaikanlage mit bis zu 25 kWp
Eine Dachlawine, die von der Moduloberfl äche abrutscht, beschädigt ein direkt darunter geparktes Fahrzeug.
Schadenhöhe: ca. 3.000 Euro

19) Haftpfl icht als Eigentümer, Mieter, Pächter, Nutznießer von Grundstücken, Gebäuden oder Räumlichkeiten (auch Garagen und Parkplätzen), auch wenn diese Dritten überlassen werden Im Winter wurde vergessen der Räum- und Streupfl icht nachzukommen, ein Fußgänger rutscht aus bricht sich das Bein.
Schadenhöhe: ca. 2.500 Euro

20) Bauherrenrisiko, betrieblich
Anlässlich der Bauarbeiten zur Vergrößerung der Werkstatt wird Baumaterial verkehrsbehindernd auf der Straße abgeladen. Ein Autofahrer, der das Hindernis zu spät sieht beschädigt sein Kfz.
Schadenhöhe: ca. 4.000 Euro

21) Medienverluste
Die im Austausch angeschlossene Zuleitung an eine Gasanlage ist undicht, dadurch tritt Gas aus, was einen erheblichen Mehrverbrauch mit sich bringt.
Schadenhöhe: ca. 3.000 Euro

22) Nachbesserungsbegleitschäden
Der Installateur hat den Auftrag die Leitungen im Neubau der Versicherungsgesellschaft zu verlegen. Dazu werden ihm von seinem Baustoffhändler zwei Paletten mit Rohren von unterschiedlichem Durchmesser geliefert. Der Mitarbeiter verwechselt die Paletten und verbaut die falsch dimensionierten Rohre im oberen Stockwerk. Der Fehler wird leider erst nach Abschluss der Arbeiten bemerkt. Da die Wände bereits verputzt und verfl iest sind, muss nun alles wieder geöffnet werden.
Schadenhöhe: ca. 18.000 Euro

23) Mangelbeseitigungsnebenkosten

An der vom Installateur verlegten Wasserrohrleitung traten Lochfraßkorrosionen auf. Das an den schadhaften Stellen durchsickernde Wasser führt in dem darunterliegenden Zimmer zur Ablösung von Tapeten und zu Wasserflecken. Zur Beseitigung dieser Mängel muss die Wand aufgeschlagen werden, um die schadhaften Rohre auszutauschen.
Schadenhöhe: ca. 7.000 Euro

24) Mietsachschäden an Immobilien:
– aus Dienst- und Geschäftsreisen an gemieteten Räumen in Gebäuden entstehen,
– an zu betrieblichen Zwecken gemieteten, gepachteten (nicht geleasten) Gebäuden und/oder Räumen Eine Firma hat eine Lagerhalle angemietet. Durch unsachgemäße Schweißarbeiten bricht ein Brand aus. Die Lagerhalle brennt nieder
Schadenhöhe: ca. 1,5 Mio Euro

25) Sachschäden an nicht zulassungs- und/oder versicherungspflichtigen
– selbstfahrenden Arbeitsmaschinen,
– Hub- und Gabelstaplern,
– sonstigen nicht selbsterfahrenden Arbeitsmaschinen und -geräten, die der Versicherungsnehmer kurzfristig (bis max. 3 Monate) gemietet oder geliehen hat Der Versicherungsnehmer leiht sich bei einem Baumaschinenhändler für 2 Monate eine Hebebühne. Während der Ausführung der Baumaßnahme kommt es durch einen Bedienungsfehler zu einem Schaden an der Bühne. Die Reparatur nimmt ganze 2 Wochen in Anspruch. Der Baumaschinenhändler verlangt vom Versicherungsnehmer Ersatz der Reparaturkosten, Wertminderung und Ausfallkosten der nagelneuen Hebebühne.
Schadenhöhe: ca. 45.000 Euro

26) Nachhaftungs-/Spätschaden versicherung
Zwei Jahre nachdem der Handwerksbetrieb abgemeldet wurde, macht ein ehemaliger Kunde Schadensersatzansprüche gegen den Handwerksbetrieb geltend.
Schadenhöhe: ca. 2.500 Euro

27) Nebentätigkeiten im Sinne von § 5 HWO
Dem Versicherungsnehmer (Dachdecker) werden von seinem Kunden Maurerarbeiten angetragen die notwendig sind um die Dachdeckerarbeiten auszuführen. Da die Tätigkeiten weniger als 1 % vom Gesamtauftragsvolumen betragen und es für den Dachdecker unwirtschaftlich wäre, diesen speziellen Teilauftrag an einen Maurerbetrieb zu vergeben, führt der Dachdecker die Arbeiten selbst aus (dies darf jedoch nicht regelmäßig geschehen). Dabei kommt es zu Ansprüchen wegen eines herabgefallenen Steines der ein Kfz beschädigt hat.
Schadenhöhe: ca. 600 Euro

28) Nutzung von Internet-Technologien
Der Versicherungsnehmer lädt Info aus dem Internet herunter und fängt sich dabei einen Virus ein. Danach versendet er per E-Mail Produktinformationen (und Virus) an den Kunden. Das Virus zerstört Daten des Kunden.
Schadenhöhe: ca. 4.500 Euro

29) Erweiterte Produkt-Haftpfl icht versicherung; Per­sonen- oder Sachschäden aufgrund von Sachmängeln infolge Fehlens zugesicherter Eigenschaften Die für ein Kühlhaus gelieferten Rohrleitungen (deren Verwendbarkeit für das Durchlaufen von Amoniak der VN ausdrücklich zugesichert hatte) brachen im Schweißnahtbereich. Austretender Amoniakdampf macht die gelagerten Lebensmittel unverwertbar.
Schadenhöhe: ca. 20.000 Euro

30) Schäden an fremden Sachen, die sich aufgrund ausdrücklicher Vereinbarung in Obhut oder Verwahrung des Versicherungsnehmers befinden Ein Bauherr kauft Module für die Installation einer Photovoltaikanlage. Durch einen separaten Verwahrungsvertrag übergibt er die Module an die Montagefi rma mit dem Auftrag, diese zu einem späteren Zeitpunkt zu installieren. Die Module werden bis zur Installation von der Montagefi rma in einem Container aufbewahrt. Ein Mitarbeiter der Firma vergisst den Container abzuschließen und die Module werden gestohlen.
Schadenhöhe: ca. 25.000 Euro

31) Schäden durch Einwirkung elektromagnetischer Felder
Durch eine fehlerhaft montierte Antenne kommt es zu Störungen der Computer im benachbarten Gebäude.
Schadenhöhe: ca. 1.400 Euro

32) Schlüsselschäden (Abhanden kommen fremder Schlüssel auch Codekarten)
Ein Handwerker verliert einem ihm vom Auftraggeber überlassenen Schlüssel. Die Schließanlage muss ausgetauscht werden.
Schadenhöhe: ca. 6.800 Euro

33) Senkungen, Erdrutschungen, Grundwasserabsenkungen
Durch die unsachgemäße Unterquerung einer Straße senkt sich die Fahrbahn.
Schadenhöhe: ca. 170.000 Euro

34) Subunternehmerbeauftragung:
– für Versicherungsnehmer – eigene Bautätigkeiten und -verrichtungen
Ein Maurerbetrieb erhält einen großen Bauauftrag. Zur Unterstützung um den Zeitplan einzuhalten, wird durch den Versicherungsnehmer ein weiterer Maurerbetrieb (Subunternehmer) beauftragt ihm zu helfen. Der Subunternehmer verursacht nun auf der Baustelle einen versicherten Schaden. Der Maurerbetrieb (Versicherungsnehmer) haftet für diesen Schaden, kann aber Regress beim Subunternehmer nehmen.
Schadenhöhe: ca. 5.000 Euro

35) Subunternehmerbeauftragung:
– für alle versicherungsnehmerfremden Bautätigkeiten und -verrichtungen im Baugewerbe
Bei Umbauarbeiten beauftragt der Maurerbetrieb als Subunternehmer einen Verputzerbetieb. Der Subunternehmer verursacht nun auf der Baustelle einen versicherten Schaden. Der Maurerbetrieb (Versicherungsnehmer) haftet für diesen Schaden, kann aber Regress beim Subunternehmer nehmen.
Schadenhöhe: ca. 8.000 Euro

36) Rügeverzichtserklärungen
In den AGB des VN-Abnehmers, die wirksam vereinbart wurden, verzichtet der VN auf seine Rechte gem. §§ 377, 378 HGB, wonach bei beidseitigem Handelsgeschäft der Abnehmer die Ware sofort untersuchen und Mängel rügen muss, um seine Rechte nicht zu verlieren. Z. B. prüft der Abnehmer des VN die bei VN bestellten Montageprofile für Außenwandverkleidungen nicht sofort hinsichtlich der vereinbarten Stärke nach, so dass die Fassade abbricht und Schäden an abgestellten KFZ´s verursacht.
Schadenhöhe: ca. 26.000 Euro

37) Überlassung von Arbeitnehmern
Der Versicherungsnehmer entleiht einen unqualifi zierten Arbeiter an Dritte. Dieser verursacht einen Schaden der mit ausreichender Qualifi kation nicht passiert wäre. Der Entleiher nimmt beim Versicherungsnehmer Regress.
Schadenhöhe: ca. 7.000 Euro

38) Verkaufs- und Lieferbedingungen (AGB-Klausel)
Nach den Lieferbedingungen des VN, die wirksam vereinbart wurden, haftet der VN nur im Falle grober Fahrlässigkeit für Folgeschäden, die über den Sachschaden hinausgehen, z. B. bei Beschädigung eines KFZ bei der Reparatur, die dazu führt, dass das KFZ längere Zeit steht, als für die eigentliche Reparatur notwendig war (Windschutzscheibe musste bestellt werden).
Schadenhöhe: ca. 2.000 Euro

39) Verlängerung der Verjährungsfristen bei Gewährleistungsansprüchen
– bei Bauwerken oder Sachen max. 7 Jahre
– bei sonstigen Sachen max. 4 Jahre
Wenn durch den Auftraggeber eine Verlängerung der Verjährungsfristen bei Gewährleistungsansprüchen vorgegeben wird.
Schadenhöhe: ca. 15.000 Euro

40) Vorsorgeversicherung und Versehensklausel
Der Bauschreinerbetrieb ist nach Abschluss seiner Betriebshaftpfl icht – Versicherung in einem weiteren Tätigkeitsfeld als Dachdecker tätig, dies hat er jedoch vergessen seinem Versicherer mitzuteilen. Nun verursacht die Firma als Dachdecker einen Schaden. Teilt Sie nun seinem Versicherer das Versäumnis unverzüglich mit und zahlt Sie die danach angepasste Prämie wird der Schaden vom Versicherer geprüft.
Schadenhöhe: ca. 8.000 Euro

41) Durchführung zur Auftragserfüllung nötiger Baumarbeiten:
– Rodungs- und Entastungsarbeiten,
– Baumfällen und Großbaumverpfl anzungen,
– Stubben- und Wurzelsprengungen
Um eine Garagenvergrößerung durchführen zu können, muss die Handwerksfi rma auf dem dafür vorgesehenen Grund einen Baumfällen. Bei den Fällarbeiten stürzt der Baum in die falsche Richtung und beschädigt den Wintergarten des Nachbars schwer.
Schadenhöhe: ca. 38.000 Euro

42) Besitz, Halten und Gebrauch von nicht zulassungs- und nicht versicherungspflichtigen:
– nur auf nicht öffentlichen Wegen, Plätzen und Grundstücken verkehrenden Kfz und Anhängern ohneRücksicht auf eine Höchstgeschwindigkeit,
– Kfz mit nicht mehr als 6 km/h Höchstgeschwindigkeit,
– selbst fahrenden Arbeitsmaschinen mit nicht mehr als 20 km/h Höchstgeschwindigkeit,
– Hub- und Gabelstaplern mit mehr als 6 km/h und nicht mehr als 20 km/h Höchstgeschwindigkeit,
– nicht selbst fahrenden Fahrzeugen, sonstigen Geräten und Maschinen, nicht aber Erdraketensystemen
Beim drehen des Minibaggers wird die Hausfassade beschädigt.
Schadenhöhe ca. 3.000 Euro

Schadenbeispiele Umwelthaftpflicht

Umwelthaftpflichtversicherung
Dämmstoffe in einem Gebäude verursachen infolge eines Brandes Verrußungsschäden in der Nachbarschaft.
Schadenhöhe ca. 90.000 Euro

Umweltschadensversicherung
Bei Malerarbeiten fällt ein 20 Liter Eimer lösemittelhaltige Fassadenfarbe in den unscheinbaren Bach auf dem Grundstück des Auftraggebers. Die dort heimischen Population der Gemeinen Flussmuschel und Bauchigen Windelschnecke sterben aus. Durch das Absterben des Schilfgürtels fl ussabwärts fi ndet die Gekielte Smaragdlibelle keine Nahrung mehr. Die Naturschutzbehörde fordert die Rekultivierung der Lebensräume. Da die Individuenzahl erst nach 4 Sommern wieder den alten Stand erreicht, muss für die zwischenzeitlichen Verlust ein Ausgleich gezahlt werden.
Schadenhöhe ca. 180.000 Euro

Umwelthaftpflicht-Basisversicherung
Ein Bodenleger verlegt in einem neuen Bürogebäude Kunststoffböden und verwendet hierzu einen Spezialkleber. Die Dämpfe des Klebemittels verteilen sich über die gesamte Etage. Da der Bodenleger vergessen hat, das Stockwerk ausreichend abzusichern, betritt der Bauherr mit einer brennenden Zigarette in der Hand die Räumlichkeiten. Die Glut der Zigarette reicht aus, um die Klebedämpfe zu entfl ammen. Infolge der Explosion entwickelt sich Ruß, der das ganze Gebäude beaufschlagt. Es muss komplett saniert werden.
Schadenhöhe: weit über 200.000 Euro

Umwelthaftpflicht-Regressversicherung
Ein Heizungsinstallateur schließt die gelieferte Heizung an den Tank an. Die Anschlüsse sind undicht. Infolgedessen tritt Öl aus und gelangt ins Grundwasser. Umfangreiche Sanierungen sind nötig, für die der Installateur vom Anlageninhaber in Regress genommen wird.
Schadenhöhe: ca. 150.000 Euro

Schadenbeispiele Berufshaftpflicht

Direkte Vermögensschäden, d.h. Schadenersatz, wenn eine Person durch Ihren Fehler oder Ihr Versehen finanzielle Verluste erleidet oder Zusatzkosten tragen muss.
1) Einer Ihrer Mitarbeiter wird krank und Sie können eine wichtige Projektfrist nicht einhalten.
2) Sie verstoßen versehentlich gegen Urheber-, Marken- oder Lizenzrechte.
3) Sie machen einen Fehler bei der Recherche, in Gutachten oder Verträgen und Ihr Kunde erleidet dadurch einen finanziellen Schaden.


Fragen & Antworten

Mit welchen Summen muss ich haften, wenn ich einen Dritten schädige?

Grundsätzlich unbegrenzt, denn das Gesetz verlangt, dass der Geschädigte zumindest finanziell wieder so gestellt wird, als wäre der Schaden nie entstanden. Damit ist das Haftungsrisiko stets Existenz gefährdend für den Betrieb.

Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?

Es gibt verschiedene Versicherungssummen zur Auswahl. Dem liegen auch Erfahrungswerte zugrunde, wie hoch in Einzelfällen bereits Haftungssummen ausgefallen sind. Beachten Sie allerdings, dass dies allein keine Gewähr dafür ist, dass nicht auch einmal höhere Schäden eintreten können. Bitte kalkulieren Sie Ihren individuellen Bedarf gemeinsam mit uns.

Wie sollte meine Gewerbliche Haft­pflichtversicherung gestaltet sein?

Das Wichtigste ist, dass Ihr Betrieb und alle betrieblichen Tätigkeiten, die Sie ausüben, auch benannt und ausdrücklich versichert sind. Darüber hinaus gibt es in jeder Branche typische Haftungsquellen, also bestimmte Tätigkeiten und Sachverhalte, die zu Schadenersatzansprüchen führen können. Um Ihnen optimalen Versicherungsschutz bieten zu können, haben wir deshalb für viele Branchen Deckungskonzepte zusammengestellt, in denen die typischen Risiken benannt und mitversichert sind.


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